Was die Forschung zu Psilocybin zeigt

Wir sammeln hier die Studien, die für unsere Arbeit wirklich zählen. Kurz erklärt, ehrlich eingeordnet, ohne große Versprechen. Bei jeder Studie steht in einem Satz, was das Ergebnis bedeutet.

Wissen, keine Heilversprechen. Diese Studien beschreiben Forschung unter klinischen Bedingungen und ersetzen kein persönliches Gespräch. Ob Psilocybin für dich sinnvoll und sicher ist, klären wir immer individuell.

Alle Themen: Depression, Angst, Sinn & Lebensende, Sucht, Kreativität, Wirkweise im Gehirn, Mikrodosierung, Sicherheit, Essstörungen, Zwang (OCD), Schmerz & Kopfschmerz

24 Studien

Eine einzige Dosis bei Depression

Depression · Phase 2 · RCT · 2023

Randomisierte Studie, 104 Menschen mit Depression, eine 25-mg-Dosis gegen ein Scheinmedikament über sechs Wochen.

-12,3 Punkte stärker gesunken auf der Depressionsskala als unter dem Scheinmedikament

Kurz gesagt: Eine einzige begleitete Dosis senkte die Symptome über sechs Wochen deutlich stärker als ein Scheinmedikament, in einer der größeren Studien ihrer Art. Schwere Nebenwirkungen traten keine auf.

Einordnung: Sechs Wochen Nachbeobachtung. Wie lange die Wirkung darüber hinaus trägt, zeigt diese Studie noch nicht.

Raison et al. (Usona Institute), 2023. JAMA. DOI: 10.1001/jama.2023.14530

Therapieresistente Depression

Depression · Phase 2b · RCT · 2022

Phase-2b-Studie, 233 Menschen mit therapieresistenter Depression, eine einzelne Dosis in drei Stärken.

233 Teilnehmende, die größte Studie ihrer Art

Kurz gesagt: Auch bei Menschen, bei denen klassische Antidepressiva schon versagt hatten, senkte eine einzige höhere Dosis die Symptome deutlich. Ein zweiter Weg, wenn der erste nicht trägt.

Einordnung: Die Wirkung ist über drei Wochen belegt. Wie lange sie darüber hinaus anhält, prüfen laufende Phase-3-Studien.

Goodwin et al. (COMPASS), 2022. New England Journal of Medicine. DOI: 10.1056/NEJMoa2206443

Alkoholabhängigkeit

Sucht · Phase 2 · RCT · 2022

Doppelblinde Studie, 93 Menschen mit Alkoholabhängigkeit, zwei Dosen gegen ein Scheinmedikament.

9,7% / 23,6% Tage mit starkem Trinken, Psilocybin gegen Placebo

Kurz gesagt: Bei Alkoholabhängigkeit sanken die Tage mit starkem Trinken auf weniger als die Hälfte, verglichen mit einem Scheinmedikament. Bei festgefahrenen Mustern öffnet sich damit ein Spielraum, den Willenskraft allein selten schafft.

Einordnung: Über neun von zehn erkannten, ob sie Psilocybin oder Placebo bekamen. Das schwächt die Verblindung und relativiert die Zahlen.

Bogenschutz et al., 2022. JAMA Psychiatry. DOI: 10.1001/jamapsychiatry.2022.2096

Psilocybin gegen ein Antidepressivum

Depression · Phase 2 · RCT · 2021

Phase-2-Studie, 59 Menschen mit Depression, Psilocybin gegen Escitalopram über sechs Wochen.

57% in Remission, gegenüber 28% unter dem SSRI

Kurz gesagt: Im direkten Vergleich lag Psilocybin bei mehreren Werten vor einem verbreiteten Antidepressivum. Für Menschen mit anhaltender Depression ist das ein ernstzunehmendes Ergebnis.

Einordnung: Der primäre Messwert war statistisch uneindeutig, die Gruppe klein. Ein starker Hinweis, der weitere Bestätigung braucht.

Carhart-Harris et al., 2021. New England Journal of Medicine. DOI: 10.1056/NEJMoa2032994

Angst bei lebensbedrohlicher Krankheit

Angst, Sinn & Lebensende · RCT · 2016

Randomisierte Studie, 51 Menschen mit lebensbedrohlichem Krebs, eine hohe Dosis.

6 Monate spürbare Linderung von Angst und Depression

Kurz gesagt: Menschen in einer existenziell schweren Lage hatten nach einer Sitzung über Monate deutlich weniger Angst und mehr Ruhe. Gerade an den großen Fragen von Leben und Tod kann diese Arbeit etwas bewegen.

Einordnung: Die Teilnehmenden hatten eine lebensbedrohliche Krebserkrankung. Ein wichtiger Befund, spezifisch für diesen Kontext.

Griffiths et al. (Johns Hopkins), 2016. Journal of Psychopharmacology. DOI: 10.1177/0269881116675513

Krebs, Angst und die letzten Fragen

Angst, Sinn & Lebensende · RCT · 2016

Randomisierte Studie, 29 Menschen mit lebensbedrohlichem Krebs, eine Dosis gegen ein Scheinmedikament.

60-80% noch nach 6,5 Monaten mit deutlich weniger Angst oder Depression

Kurz gesagt: Die Schwesterstudie zur Johns-Hopkins-Arbeit, hier an der NYU. Ein großer Teil der Menschen hatte über ein halbes Jahr weniger Angst und mehr Frieden mit den existenziellen Fragen. Gerade am Lebensende kann diese Arbeit viel bewegen.

Einordnung: Kleine Gruppe, spezifisch für Menschen mit lebensbedrohlichem Krebs. Ein wichtiger, kontextgebundener Befund.

Ross et al. (NYU), 2016. Journal of Psychopharmacology. DOI: 10.1177/0269881116675512

Das Gründungspaper

Sinn & Lebensende · RCT · Doppelblind · 2006

Doppelblinde Studie, 36 gesunde Erwachsene, hohe Dosis gegen einen Vergleichswirkstoff.

2 von 3 nannten die Erfahrung Monate später zu den bedeutsamsten ihres Lebens

Kurz gesagt: Die Studie, die die moderne Psychedelika-Forschung neu begründete. Ein großer Teil der Teilnehmenden zählte die Erfahrung noch Monate später zu den bedeutsamsten ihres Lebens. Hier beginnt die seriöse Wissenschaft dieses Felds.

Einordnung: Gesunde Freiwillige, keine Patienten. Grundlegend für das Verständnis der Erfahrung, nicht für eine bestimmte Behandlung.

Griffiths et al. (Johns Hopkins), 2006. Psychopharmacology. DOI: 10.1007/s00213-006-0457-5

Die deutsche Studie (EPIsoDE)

Depression · Phase 2b · RCT · Deutschland · 2026

Staatlich geförderte Studie, 144 Menschen mit therapieresistenter Depression, an der Charité Berlin und dem Zentralinstitut Mannheim.

144 Teilnehmende, die größte deutsche Studie ihrer Art

Kurz gesagt: Die erste große, staatlich geförderte Psilocybin-Studie in Deutschland. Der geplante Hauptmesswert wurde verfehlt, doch weitere Werte zeigten eine klinisch bedeutsame Linderung. Wichtig für den Rechts- und Forschungsstand im deutschsprachigen Raum.

Einordnung: Der primäre Endpunkt war statistisch nicht signifikant. Die positive Wirkung stammt aus nachgeordneten Messwerten und ist entsprechend vorsichtig zu lesen.

Mertens, Gründer et al. (CIMH Mannheim · Charité Berlin), 2026. JAMA Psychiatry. DOI: 10.1001/jamapsychiatry.2026.0132

Depression, aus Zürich

Depression · RCT · Zürich · 2023

Doppelblinde Studie, 52 Menschen mit Depression, eine moderate Dosis gegen ein Scheinmedikament.

54% in Remission zwei Wochen nach einer einzigen Dosis

Kurz gesagt: Eine der wenigen europäischen Studien, durchgeführt an der Universität Zürich. Eine einzige moderate Dosis senkte die Symptome über zwei Wochen deutlich stärker als ein Scheinmedikament. Nah an unserem Sprachraum.

Einordnung: Nachbeobachtung nur zwei Wochen, kleine Gruppe. Ein solider europäischer Beleg, der längere Studien braucht.

von Rotz et al. (Universität Zürich), 2023. EClinicalMedicine. DOI: 10.1016/j.eclinm.2022.101809

Nachmessung nach zwölf Monaten

Depression · Follow-up · 2022

Nachbeobachtung derselben Gruppe, zwölf Monate nach der Therapie.

12 Monate später bei den meisten noch stabil

Kurz gesagt: Ein Jahr später war die Wirkung bei den meisten Teilnehmenden noch da. Was sich in der Sitzung öffnet, kann lange tragen, wenn die Integration danach stimmt.

Einordnung: Nachbeobachtung derselben kleinen Gruppe. Einer der wenigen echten Langzeitbelege, mit denselben Grenzen.

Gukasyan et al. (Johns Hopkins), 2022. Journal of Psychopharmacology. DOI: 10.1177/02698811211073759

Wirkung über zwölf Monate

Depression · Phase 2 · RCT · 2021

Randomisierte Studie, 24 Menschen mit Depression, zwei begleitete Psilocybin-Sitzungen.

12 Monate anhaltende Wirkung

Kurz gesagt: Zwei begleitete Sitzungen wirkten schnell und blieben bei den meisten Teilnehmenden ein Jahr lang messbar. Die Frage ist weniger, ob es wirkt, sondern wie lange.

Einordnung: Sehr kleine Gruppe von 24 Menschen. Aussagekräftig für die Dauer der Wirkung, begrenzt in der Übertragbarkeit.

Davis et al. (Johns Hopkins), 2021. JAMA Psychiatry. DOI: 10.1001/jamapsychiatry.2020.3285

Mikrodosierung, ehrlich geprüft

Mikrodosierung · RCT · Selbstverblindung · 2021

Große placebokontrollierte Studie, 191 Menschen, die sich selbst verblindeten, Mikrodosis gegen Scheinmedikament.

= Placebo die Mikrodosis wirkte nicht besser als das Scheinmedikament

Kurz gesagt: Die wichtigste Studie gegen den Mikrodosierungs-Hype. Die Teilnehmenden fühlten sich besser, aber die Placebo-Gruppe genauso. Der Nutzen der Mikrodosierung lässt sich weitgehend durch Erwartung erklären. Wichtig für eine ehrliche Einordnung.

Einordnung: Teilnehmende dosierten sich selbst, kein klinisches Setting. Genau das macht sie alltagsnah und ihre Botschaft belastbar.

Szigeti et al. (Imperial College), 2021. eLife. DOI: 10.7554/eLife.62878

Neue Verbindungen im Nervensystem

Wirkweise im Gehirn · Labor · Grundlagen · 2018

Laborstudie an Nervenzellen und Tiermodellen zur Wirkung von Psychedelika auf die Vernetzung.

↑ mehr Verzweigungen und Kontaktstellen zwischen Nervenzellen

Kurz gesagt: Die Studie, die einen körperlichen Mechanismus zeigte. Psychedelika ließen Nervenzellen neue Verzweigungen und Verbindungen bilden. Das könnte erklären, warum sich nach einer Sitzung ein Fenster für Veränderung öffnet.

Einordnung: Laborarbeit an Zellen und Tieren, nicht am Menschen. Erklärt einen möglichen Mechanismus, keine klinische Wirkung.

Ly et al. (UC Davis), 2018. Cell Reports. DOI: 10.1016/j.celrep.2018.05.022

Was im Gehirn passiert

Wirkweise im Gehirn · Neurobildgebung · 2012

Bildgebungsstudie, 15 gesunde Freiwillige, Hirnaktivität unter Psilocybin im Scanner.

fMRT zeigte weniger Aktivität in den zentralen Knotenpunkten des Gehirns

Kurz gesagt: Die grundlegende Bildgebungsstudie. Psilocybin dämpfte die Aktivität in den Knotenpunkten, die unser gewohntes Selbstbild zusammenhalten. Ein möglicher Grund, warum sich unter der Wirkung starre Muster lockern können.

Einordnung: Gesunde Freiwillige, sehr kleine Gruppe. Erklärt Mechanismen, nicht die Wirkung bei einer Erkrankung.

Carhart-Harris et al. (Imperial College), 2012. PNAS. DOI: 10.1073/pnas.1119598109

Die Sicherheits-Leitlinie

Sicherheit · Leitlinie · 2008

Grundlegende Fachleitlinie zu Auswahl, Vorbereitung, Begleitung und Sicherheit bei Psilocybin-Sitzungen.

Standard der Sicherheitsrahmen hinter fast allen späteren Studien

Kurz gesagt: Das Fundament sicherer Arbeit. Diese Leitlinie legte fest, wie Auswahl, Vorbereitung, Set und Setting und Begleitung aussehen müssen. Fast jede spätere Studie stützt sich darauf, und unsere Praxis ebenso.

Johnson et al. (Johns Hopkins), 2008. Journal of Psychopharmacology. DOI: 10.1177/0269881108093587

Der Schlüssel im Gehirn

Wirkweise im Gehirn · Mechanismus · 1998

Kontrollierte Studie am Menschen, die den Angriffspunkt von Psilocybin im Gehirn bestimmte.

5-HT2A der Rezeptor, über den Psilocybin wirkt

Kurz gesagt: Die Studie, die den biologischen Angriffspunkt klärte. Blockierte man einen bestimmten Rezeptor, blieb die Wirkung aus. Damit war belegt, worüber Psilocybin im Gehirn überhaupt wirkt.

Einordnung: Grundlagenstudie zur Wirkweise, keine Behandlungsstudie. Wichtig fürs Verständnis, nicht für die Anwendung.

Vollenweider et al. (Universität Zürich), 1998. NeuroReport. DOI: 10.1097/00001756-199812010-00024

Magersucht, ein erster Schritt

Essstörungen · Phase 1 · offen · 2023

Offene Machbarkeitsstudie, 10 Frauen mit Magersucht, eine 25-mg-Dosis.

10 Frauen, bei denen sich die Behandlung als sicher und machbar zeigte

Kurz gesagt: Ein vorsichtiger erster Schritt bei einer schwer behandelbaren Erkrankung. Die Studie prüfte vor allem Sicherheit und Machbarkeit, nicht die Wirkung. Ein Anfang, kein Beleg für Wirksamkeit.

Einordnung: Sehr kleine offene Studie, ausdrücklich zur Machbarkeit. Über die Wirksamkeit sagt sie noch nichts.

Peck et al. (UC San Diego), 2023. Nature Medicine. DOI: 10.1038/s41591-023-02455-9

Cluster-Kopfschmerz

Schmerz & Kopfschmerz · Pilot · RCT · 2022

Exploratives, doppelblindes Pilot-RCT, 16 Menschen mit Cluster-Kopfschmerz, niedrig dosiertes Schema.

16 Teilnehmende in einer ersten kontrollierten Untersuchung

Kurz gesagt: Ein erster kontrollierter Blick auf einen der quälendsten Kopfschmerzen überhaupt. Die Studie war klein und explorativ, deutete aber eine mögliche Linderung an. Ein Anfang für ein bisher kaum erforschtes Feld.

Einordnung: Sehr kleine explorative Studie. Der Befund ist vorläufig und braucht größere Bestätigung.

Schindler et al. (Yale), 2022. Headache. DOI: 10.1111/head.14420

Kreativität

Kreativität · Experiment · RCT · 2021

Doppelblinde Studie mit Placebo, Psilocybin und Tests zu kreativem Denken.

7 Tage später mehr neue Ideen als die Vergleichsgruppe

Kurz gesagt: Während der Sitzung fühlten sich Menschen kreativer und schnitten in Tests dennoch schwächer ab. Eine Woche später kamen ihnen mehr neue Ideen als der Vergleichsgruppe. Der Effekt zeigt sich eher in den Wochen danach als im Moment selbst.

Einordnung: Während der Wirkung sank die messbare Leistung, obwohl sich die Menschen kreativer fühlten. Das Bild ist zusammengesetzt und verlangt eine differenzierte Lesart.

Mason et al., 2021. Translational Psychiatry. DOI: 10.1038/s41398-021-01335-5

Die erste moderne Depressionsstudie

Depression · Pilot · offen · 2016

Offene Machbarkeitsstudie, 12 Menschen mit therapieresistenter Depression, zwei Dosen mit psychologischer Begleitung.

12 von 12 zeigten nach einer Woche weniger Symptome

Kurz gesagt: Die Studie, die das Feld neu eröffnete. Bei allen zwölf Teilnehmenden gingen die Symptome zurück, bei den meisten hielt der Effekt über Monate. Ein erster, deutlicher Hinweis, den größere Studien danach aufgriffen.

Einordnung: Kleine offene Pilotstudie ohne Kontrollgruppe, nur zwölf Menschen. Wegweisend, aber allein nicht beweisend.

Carhart-Harris et al. (Imperial College), 2016. The Lancet Psychiatry. DOI: 10.1016/S2215-0366(16)30065-7

Alkohol, der erste Beleg

Sucht · Pilot · offen · 2015

Offene Machbarkeitsstudie, 10 Menschen mit Alkoholabhängigkeit, Psilocybin mit Therapie.

10 Teilnehmende, deren Trinken nach der Sitzung deutlich zurückging

Kurz gesagt: Die kleine Vorstudie, die die spätere große Alkohol-Studie erst möglich machte. Nach den Sitzungen tranken die Teilnehmenden deutlich weniger. Ein erster Hinweis, den die randomisierte Studie 2022 bestätigte.

Einordnung: Offene Studie ohne Kontrollgruppe, nur zehn Menschen. Als Vorstudie wertvoll, allein nicht beweisend.

Bogenschutz et al., 2015. Journal of Psychopharmacology. DOI: 10.1177/0269881114565144

Rauchentwöhnung

Sucht · Pilot · offen · 2014

Offene Pilotstudie, 15 langjährige Raucher, Psilocybin mit Verhaltenstherapie.

80% rauchfrei nach 6 Monaten (12 von 15)

Kurz gesagt: In einer kleinen Pilotgruppe waren nach sechs Monaten vier von fünf langjährigen Rauchern rauchfrei, weit über den üblichen Methoden. Ein starkes frühes Signal, das größere Studien noch bestätigen müssen.

Einordnung: Offene Pilotstudie ohne Kontrollgruppe, nur fünfzehn Menschen. Ein beeindruckendes Signal, das größere Studien erst bestätigen müssen.

Johnson et al. (Johns Hopkins), 2014. Journal of Psychopharmacology. DOI: 10.1177/0269881114548296

Der erste Krebs-Pilot

Angst, Sinn & Lebensende · Pilot · RCT · 2011

Frühe Pilotstudie, 12 Menschen mit fortgeschrittenem Krebs, eine niedrig-moderate Dosis gegen ein Scheinmedikament.

6 Monate später noch messbar bessere Stimmung

Kurz gesagt: Die erste moderne Studie zu Psilocybin bei Krebsangst überhaupt. Vorsichtig dosiert, kleine Gruppe, doch die Stimmung besserte sich über Monate. Der Ausgangspunkt für die späteren größeren Studien.

Einordnung: Sehr kleine Pilotstudie mit niedriger Dosis. Historisch bedeutsam, in der Aussagekraft begrenzt.

Grob et al. (UCLA), 2011. Archives of General Psychiatry. DOI: 10.1001/archgenpsychiatry.2010.116

Zwangsstörung

Zwang (OCD) · Pilot · offen · 2006

Offene Pilotstudie, 9 Menschen mit Zwangsstörung, mehrere Dosen unter Beobachtung.

9 Teilnehmende mit vorübergehend deutlich weniger Zwangssymptomen

Kurz gesagt: Fast zwei Jahrzehnte lang die einzige Studie zu Zwangsstörung. Bei allen neun Teilnehmenden gingen die Symptome während der Sitzung deutlich zurück. Ein früher, isolierter Hinweis, der größere Studien braucht.

Einordnung: Winzige offene Studie ohne Kontrollgruppe, die Wirkung war vorübergehend. Ein erster Hinweis, mehr nicht.

Moreno et al., 2006. Journal of Clinical Psychiatry. DOI: 10.4088/jcp.v67n1110

Datenbasis. Alle Zahlen stammen aus peer-reviewten Originalstudien und sind über die DOI nachprüfbar. Kuratiert von Lucid Horizons, mit Blick auf das, was für unsere Arbeit zählt.

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